Kita Molfsee, KIEL

Ausgangsituation:

Es gab einen ganz neuen Kindergarten, der nach hinten noch vergrößert werden sollte und einen neu angelegten Spielplatz. Kletterkombination mit Rutsche, Nestschaukel und Rollrasen, die Gemeinde hatte keine Kosten und Mühen gescheut. Auch die Krippenkinder hatten ihren eigenen separaten Teil, geschützt durch einen Stabmattenzaun vor den großen Kindern und unter Kontrolle beim Spielen.

Warum also ein neuer Spielplatz, ein Naturspielplatz?

Genauso hatten sich die Eltern das nicht vorgestellt, ein Kindergarten ohne Verstecke und Abenteuererleben, ohne Wasser und Matsch. Und die Krippenkinder standen an dem Stabgitterzaun wie hinter einem Gefängniszaun und wollten zu den anderen Kindern.

Also haben die Eltern kurzerhand einen Verein gegründet und Sponsorengelder akquiriert. Die Eltern übernehmen die Materialkosten, die Gemeinde die Honorar und Planungskosten.

Und los geht’s:

Planungskonzept:

Der vordere Spielplatzbereich wurde mit unzähligen Sträuchern und Bäumen bepflanzt, um so Räume zu schaffen. Die Spielgeräte sind alle geblieben, die Kletterkombination wird irgendwann das Baumhaus, wenn die Trauerweide, die ganz nah an dem Turm steht, mit ihrer Krone um den Turm gewachsen ist. Der Zaun von der Krippe ist geblieben, der Gefängnischarakter wurde aber mit Holzverkleidungen und Sträuchern gebrochen und es ist jetzt ein geschützter Raum für die Krippenkinder entstanden. Statt dem Rasen gibt es jetzt viel Sand, Sträucher und Wildblumeninseln.

Und natürlich ist die Wasser/Matschecke entstanden.

Auf dem hinteren Gelände ist eine großzügige Hügellandschaft zum Rennen und Toben entstanden, eine Ritterburg und auch hier gibt es Sand-Buddel-Bereiche, denn hier sind die Gruppenräume der altersgemischten Gruppen, so dass dieser Bereich auch von Krippenkindern mit genutzt wird